Nasenkorrektur


Die Nase ist für das harmonische Gesichtsprofil von zentraler Bedeutung. Stellt sie jedoch durch ihre eigenwillige Form oder Größe den Blickfang im Gesicht dar, ist durch einen Eingriff eine dauerhafte Harmonisierung möglich. Häufig wird die Nase verkleinert, bei jedem fünften wird die Nase vergrößert.

Die besteht Nase aus knöchernen und knorpeligen Anteilen, die ein pyramidenförmiges Gerüst unter der Nasenhaut bilden. Senkrecht in der Mitte befindet sich die Nasenscheidewand, die im vorderen Anteil knorpelig, im hinteren Anteil knöchern ist. Bei Nasenoperationen gilt es, dieses Gerüst so zu gestalten, dass sich die äußere Form der Nase durch die darüberliegende Haut verändert. Die Rhinoplastik kann die Nase verkleinern oder vergrößern, die Form des Nasenrückens sowie des Naseneinganges mit den Nasenflügeln und den Nasenlöchern korrigieren sowie die Länge der Nase und den Winkel zwischen Nase und Oberlippe verändern. Der Eingriff wird vorwiegend aus ästhetischen Gründen, zur Funktionsverbesserung der Nasenatmung oder nach Geburtsdefekten wie Gesichtsspalten oder Unfällen durchgeführt.

Damit der Eingriff keine sichtbaren Spuren hinterlässt, werden die Hautschnitte im Naseninneren oder am Nasensteg angelegt. Durch diesen Zugang 'modelliert' der Arzt das Knochen- und Knorpelgerüst der Nase je nach Zielsetzung vorteilhaft um. So kann die Nase zum Beispiel verkleinert, verschmälert oder begradigt werden.

Es gibt prinzipiell zwei grundlegende Wege eine Nasenkorrektur durchzuführen: Bei der offenen Rhinoplastik wird ein Schnitt in den Nasensteg gelegt. Die Narbe ist klein und verblasst schnell. Die geschlossene Technik erfordert keinen äußeren Hautschnitt. Für die geschlossene und offene Rhinoplastik werden auch Hautschnitte im Naseninneren gesetzt. Hier werden dann die Nasenweichteile (Nasenschleimhaut) von den darunter liegenden Strukturen abgehoben und die Flügel- und Dreiecksknorpel und der Nasenrücken je nach Zielsetzung – Verkleinerung, Verschmälerung, Begradigung – korrigiert. Wenn die Nase verschmälert werden soll, werden die Nasenknochen vorsichtig durchtrennt. Häufig muss die Nasenscheidewand korrigiert werden, um eine behindernde Atmung zu verbessern.

Um die neue Nasenform anfänglich zu stützen, legt der Arzt direkt nach dem Eingriff für 2 Wochen eine kleine Schiene an. Bei Nasenverkleinerungen kann es sinnvoll sein, den Nasenrücken nachts noch geraume Zeit zu pflastern.
Komplikationen sind bei diesem Eingriff die Ausnahme. Bei dicker, großporiger Haut kann es postoperativ zu Verdickungen im Spitzenbereich kommen, was durch Kortisoninjektionen unterdrückt werden kann. Bei besonders großen Höckernasen, die 3-dimensional stark verkleinert werden müssen, kann der Schrumpfungsprozess der Haut nicht genau vorherbestimmt werden. Gelegentlich muss eine kleine Nachkorrektur (meist in Lokalanästhesie) erfolgen. Vereinzelt kommen auch postoperative Asymmetrien der Nase, speziell an der Nasenspitze, vor – Statistiken zufolge müssen auch erfahrene Ärzte in zehn bis 15 Prozent der Fälle nachkorrigieren.

Das Endresultat zeigt sich nach dieser Operation erst nach Monaten. Lag vor der Operation eine funktionelle Störung vor, zum Beispiel eine atmungshemmende Schiefstellung, können die Krankenkassen die Kosten hierfür teilweise übernehmen, nicht aber für den ästhetischen Teil der Nasenkorrektur.

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