Grundsätzlich können bei Brustvergrößerungen die Implantate über verschiedene Schnittvarianten in den Körper eingebracht werden.
Bei der am häufigsten verwendeten OP-Technik wird der Schnitt in der Unterbrustsfalte gesetzt. Dazu wird ein etwa 35mm langer Schnitt angebracht, die Implantattasche modelliert und das Implantat eingesetzt. Bei einem guten Narbenverhalten verschwindet die Narbe in der Brustfalte und bleibt somit unauffällig. In der Regel bleiben Gefühlsechtheit und Stillfähigkeit erhalten.
Erfolgt der Schnitt im Bereich des Brustwarzenhofes, wird zwischen periareolär und transareolär unterschieden. Bei der periareolären Technik verläuft ein halbrunder Schnitt am unteren Teil des Brustwarzenhofs, der transareoläre Schnitt verläuft quer durch den Warzenhof unterhalb der Papille. Bei Schnittführungen im Umfeld der Brustwarze besteht grundsätzlich die Gefahr, Drüsengewebe und Milchgänge zu verletzen. Diese Technik behalten wir uns rekonstruktiven Indikationen vor.
Der Zugang über die Achselhöhle ist nur für kleine Implantate geeignet. Häufig werden bei dieser Technik Kochsalzimplantate verwendet, die erst in der Brust befüllt werden und dadurch leichter einzuführen sind. Nachteil: Der Operateur hat keinen Einblick ins Operationsfeld und bei Problemen kann eine Blutung nicht gestillt werden. Es entstehen zunächst keine Narben im Brustbereich, aber dafür in der Achsel. Im Falle einer Nachoperation ist dieser Zugangsweg nicht mehr möglich, es muss in der Submammarfalte eröffnet werden.
Bei allen Techniken kann das Implantat in einer Gewebetasche vor oder unter dem Brustmuskel platziert werden. Bei der Lage unter dem Muskel (submuskulär) muss die Patientin in der ersten Zeit nach dem Eingriff mit stärkeren Schmerzen rechnen. Der Brustmuskel muss sich der neuen Situation erst noch anpassen und entsprechend dehnen.
Am vorteilhaftesten ist die von uns favorisierte Technik Dual-Plane, bei der das Implantat von mehreren Gewebeschichten abgedeckt wird.
Die Variante unter der Brustdrüse (subglandulär) ist nur sinnvoll, wenn die Patientin über genügend Brustgewebe verfügt.
Als Reaktion gegen das Implantat, bildet der Körper eine Hülle (Kapsel) aus Bindegewebe, die das Implantat umschließt. In unter fünf Prozent der Fälle schrumpft und verdickt sich diese Kapsel, die Patientin bekommt Schmerzen und die Brustform ändert sich. In diesem Fall spricht man von einer Kapselfibrose. Wie bei allen größeren Operationen werden auch bei einer Brustvergrößerung Drainageschläuche zum Abfluss von Blut und Sekret gelegt. Nach der Operation wird ein Sport-BH angelegt, der für etwa sechs Wochen zu tragen ist.