Bauchdeckenstraffung / Abdominoplastik mit und ohne Fettabsaugung


Nach Gewichtsverlust oder Schwangerschaft fehlt der Haut und dem Gewebe häufig die Retraktionsfähigkeit (Gewebestraffungseffekt), sich zu einem glatten Aussehen zurück zu straffen. Es entsteht ein Gewebeüberschuss - die so genannten Fettschürze – welcher ohne Operation nicht zu beseitigen ist. Auch gibt es genetisch bedingte Bindegewebsschwächen mit ähnlichen Erschlaffungsphänomenen. Die Bauchdeckenstraffung ist einer der aufwändigeren Eingriffe in der Ästhetischen Chirurgie mit einer entsprechend hohen körperlichen Belastung. Bei der Operation wird ein verhältnismäßig großer Haut- Fettüberschuss und erschlafftes Gewebe aus der vorderen Bauchregion entfernt. Bei der Planung der Operation ist der Narbenverlauf zu klären. Wie bei jeder Operation muss sich der Patient darüber im Klaren sein, dass Narben nach einer Bauchstraffung verbleiben werden. Im Idealfall verdeckt - bei guter Planung - die Bademode oder die Unterwäsche die längere Narbe am Unterbauch. Grundsätzlich führt der Schnitt knapp oberhalb der Schambehaarung in einem leichten Bogen entlang bis zu beiden Beckenknochen. Bei der Operation kann das Bindegewebe der Bauchwand unterhalb und oberhalb des Nabels gestrafft werden. So wird die Bauchwand fester und die Taille schmaler. Auch seitliche Geweberaffungen zur besonderen Ausformung der Taille sind zusätzlich möglich. Der Nabel wird umschnitten und an passender Stelle wieder neu eingesetzt. Dieser Eingriff kann in Verbindung mit einer angleichenden Fettabsaugung durchgeführt werden. Im hochästhetischen Bereich können Details der Bauchsilhouette durch Lipostructuring herausgearbeitet werden. Oft ist nach 3-6 Monaten ein Narbenkorrektureingriff angezeigt, bei dem weitere Details herausgearbeitet werden können. Der Eingriff macht nur Sinn, wenn das Gewicht des Patienten relativ konstant ist. Zwingend ist das anschließende Tragen eines Kompressionsmieders für 8-12 Wochen nach dem Eingriff.

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